"Wir sind im Kindergarten, damit die Eltern auch mal Ruhe vor uns haben"

(Amelie, 5 Jahre)


In unserer Einrichtung arbeiten wir mit den Kindern in Form von Projekten. Diese Projekte können von ihrer Dauer, Art und Gruppengröße ganz unterschiedlich sein. Projekte entstehen aus Spielideen der Kinder. Sie finden in jedem Themenraum statt.

In unseren " Was tun Konferenzen" oder aus unseren intensiven Beobachtungen heraus, werden Alltagsthemen sowie Fragen bzw. Hypothesen der Kinder aufgegriffen und vertieft. Der Verlauf eines Projektes ist dabei offen, da die Kinder mit ihren Ideen die Entwicklung des Projektes steuern.

Dies setzt bei den PädagogInnen eine offene und wertschätzende Haltung voraus. Wichtig ist es dabei, den Weg der Kinder zu begleiten und seine eigenen Vorstellungen, die mitunter völlig von denen der Kinder abweichen können, hinten an zu stellen. Die Kinder erarbeiten ihre Themen selbstständig und werden dabei von den PädagoInnen angeregt, sich intensiv damit auseinander zu setzen. Dazu gehört natürlich auch, den Kindern Misserfolge zuzumuten, denn daran können sie wachsen und werden bestärkt, weiter nach Lösungen des Problems zu forschen. In den Projektgruppen und bei den "Was tun Konferenzen" können die Kinder Thesen anstellen und ohne jede Wertung frei Hypothesen äußern. So werden Dialoge angeregt und die sprachliche Entwicklung des Kindes gefördert. Wichtig ist dass wir als PädagogInnen den Kindern immer wertschätzend gegenübertreten. Dabei nutzen wir vorallem auch die Ressourcen vor Ort, beachten die Nachhaltigkeit und beziehen soweit wie möglich die Natur mit ein. Fachleute von außen, Experten und natürlich auch die Eltern können hinzugezogen werden und das Projekt unterstützen. Materialien aus dem Umfeld, z.B. von zu Hause, können ebenfalls mit einbezogen werden. Die einzelnen Projekte und ihr Weg werden in den Portfolios und an den " sprechenden Wänden" im Tummelplatz der KiTa dokumentiert.

Warum machen wir das? Das Lernen wird in unserer Einrichtung als erforschendes und entdeckendes Lernen verstanden. Lernen ist nie beendet, sondern immer nur eine vorläufige Erkenntnis. Deshalb gibt es in den Projekten auch kein Ziel, es ist eher der Weg und die Erkenntnis die man auf diesem erhält.

Das Lernen in Projekten erfordert von den Kindern eine Eigentätigkeit. Sie müssen in Beziehungen gehen, zu Dingen, Strukturen, Prozessen und Personen. Dies geschieht im aktiven Tun über die Kommunikation und über das Handeln mit allen Sinnen. In diesen Projekten werden die sozialen Fähigkeiten gefördert.

"Was macht der Pädagoge in der ganzen Selbstorganisation der Kinder?"

Wir begleiten, dokumentieren, hören zu und halten die Fäden in der Hand. Wir stellen unsere Ressourcen zur Verfügung und stellen Fragen, die den Kindern helfen den Weg wiederzufinden.




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